Selbst gemacht: Geschenke aus der Küche

Wenn Geburtstage, Dinner-Einladungen oder Anlässe wie Weihnachten bevorstehen, kommt man immer wieder ins Grübeln: Was schenke ich bloß? Unser Rat: Exquisite Präsente aus der Küche bringen etwas Abwechslung. Ausgewogene Liköre, cremiges Lemon Curd oder eingekochte Weinzwetschgen sind garantiert eine schöne Überraschung. Wir zeigen dir, wie du diese Köstlichkeiten ganz einfach selber machen kannst.

  1. Geschenke aus der Küche: Die Vorbereitung
  2. Los geht’s: Das Einmaleins der selbst gemachten Fruchtliköre
  3. Fruchtige Überraschung: Lemon Curd im Glas
  4. Früchte einkochen mal anders: Weinzwetschgen

Geschenke aus der Küche: Die Vorbereitung

Geschenke brauchen ein hübsches „Heim“. Hierfür eignen sich Weck- oder Twist-Off-Gläser und Glasflaschen ideal. Da die Präsente auch möglichst lang halten sollen, bedarf es einer gewissen Vorbereitung. Die Gläser müssen gründlich mit Wasser und Spülmittel ausgewaschen werden. Anschließend kommen sie bei 150 Grad Celsius in den Backofen und werden dort für circa 15 Minuten erhitzt. Das sorgt dafür, dass die Gläser gründlich sterilisiert werden. Um die zahlreichen Deckel, Gummiringe der Weckgläser und Verschlüsse der Flaschen ebenfalls restlos von Keimen zu befreien, sollten sie für rund fünf Minuten in einen Topf mit kochendem Wasser.

Das Einmaleins der selbstgemachten Fruchtliköre

Generell setzt sich das Grundrezept eines Fruchtlikörs aus 500 Gramm Früchten, 250 Gramm Zucker und 0,75 Litern Alkohol zusammen. Aber ganz von vorn: Zuerst werden die ausgewählten Früchte gründlich gewaschen, entkernt oder entsteint, bei Bedarf geschält und in kleine Stücke geschnitten.

 

Tipp: Gewürze wie Zimt, Nelke oder Vanille geben der Komposition einen individuellen Geschmack.

Die Früchte in einen Behälter mit einer großen Öffnung geben und anschließend den Zucker hinzufügen. Je nach Vorliebe kann hier Kristall-, Kandis- oder Einmachzucker verwendet werden. Manche Früchte (beispielsweise Quitten) können nicht als rohe Früchte verzehrt und müssen vorher einmal gemeinsam mit dem Zucker aufgekocht werden. Zum Schluss werden Früchte und Zucker mit ausreichend Alkohol übergossen. Dies wird auch „aufgesetzt“ genannt. Daher redet man bei selbst gemachten Likören auch von „Aufgesetzten“. Anschließend wird der Behälter gut verschlossen.

Der Likör muss mehrere Wochen ruhen

Das angesetzte Gemisch benötigt nun eine Ruhephase, die je nach Fruchtsorte variiert. Weiche Früchte (zum Beispiel Beeren) sollten etwa drei bis vier Wochen ruhen, Kern- und Steinobst bis zu acht Wochen. In den ersten zwei Tagen muss noch hin und wieder vorsichtig umgerührt werden, sodass sich der Zucker restlos auflösen kann. Danach muss der Ansatz dann komplett ruhen, damit die Früchte nicht matschig werden und ein klarer Likör entsteht.

 

Nach einer ausgiebigen Ruhezeit wird der Ansatz nun ein erstes Mal gesiebt, um alle Obstreste und Gewürze zu entfernen. Anschließend wird der Likör noch einmal durch ein feines Tuch oder einen Kaffeefilter geseiht und schließlich in die gereinigten Flaschen gefüllt.

Fruchtige Überraschung: Lemon Curd im Glas

Ein fruchtig-cremiges Lemon Curd besteht aus vier einfachen Zutaten: zwei Zitronen (davon eine Bio-Zitrone), 100 Gramm Butter, 200 Gramm Puderzucker und drei Eier. Zuerst die Bio-Zitrone heiß waschen und abtrocknen. Im Anschluss die Schale fein abreiben. Danach beide Zitronen auspressen. Nun die Butter, den Zucker, die Zitronenschale sowie den Zitronensaft in einem Topf unter geringer Hitze und ständigem Rühren zum Schmelzen bringen.

 

Die Eier in einer Schale miteinander vermengen und anschließend unter die Butter-Zitronen-Mischung geben. Die gesamte Masse nun solange erhitzen und rühren, bis eine dicklich-cremige Masse entstanden ist. Das fertige, heiße Lemon Curd umgehend in gereinigte Twist-Off-Gläser füllen, sofort verschließen und einige Minuten auf den Deckel stellen. Anschließend wieder drehen und auskühlen lassen.

Früchte einkochen mal anders: Rotweinzwetschgen

Eingemachte Früchte müssen gar nicht langweilig sein: Schon ein kleiner Unterschied auf der Zutatenliste hat große Auswirkungen auf den Geschmack. Du benötigst zwei Kilogramm Zwetschgen, 500 Milliliter Wasser, 500 Milliliter vollmundigen Rotwein (unsere Geheimzutat!), eine Stange Zimt, 300 Gramm Zucker und die Schale einer halben, unbehandelten Bio-Zitrone.

 

Zu Beginn die Zwetschgen waschen, halbieren und entsteinen. Die Schale in großen Stücken von der Zitrone schneiden. Nun den Rotwein zusammen mit dem Wasser, der Zimtstange, der Zitronenschale und dem Zucker in einem Topf zum Kochen bringen. Das Gemisch muss köcheln, bis sich der Zucker komplett aufgelöst hat.

Anschließend die Zimtstange und die Zitronenschale entfernen und die Zwetschgen dicht in die vorbereiteten Einmachgläser legen. Dann mit der Weinkomposition übergießen, bis die Zwetschgen leicht bedeckt sind. Nun die Gläser gut mit dem Deckel verschließen.

Kochtopf mit Einmachgläsern füllen

Um die Weinzwetschgen richtig einzukochen, einen Kochtopf mit Küchenpapier auslegen und die Einmachgläser nebeneinander in den Topf stellen. Den Topf anschließend mit Wasser befüllen, sodass die Gläser zu zwei Dritteln im Wasser stehen. Das Wasser zum Kochen bringen, den Topf mit einem Deckel abdecken und die Temperatur soweit reduzieren, dass das Wasser nur noch leicht kocht. Die Gläser nun bei geschlossenem Deckel circa 20 Minuten einkochen. Anschließend aus dem Topf nehmen und vollständig abkühlen lassen.

Viel Spaß bei der Zubereitung und beim Verschenken!