Knoblauch
Allium sativum L.

Knoblauch

Knoblauch – einst als hochgeschätztes Heilmittel angesehen, heute scharf-würziger Vertreter der Mittelmeerküche. Die Pflanze mit dem durchdringenden Aroma hat eine lange Tradition und ist als Würzmittel in nahezu jeder Küche vertreten.

  1. Aroma & Veredelung von Knoblauch
  2. Verwendung von Knoblauch
  3. Herkunft & Historie von Knoblauch

Aroma & Veredelung von Knoblauch

Das Aroma von Knoblauch gehört zu den intensivsten aller Gewürze. Wird die Knolle zerkleinert, erfüllt sofort ein scharf durchdringender Duft die Küche – von den einen gefürchtet, von anderen geliebt. Zu verdanken ist dieser Umstand der Schwefelverbindung, Allicin. Auch im Gericht verleiht Knoblauch einen unverwechselbar lauchartigen Geschmack.

Bei der Ernte wird das Liliengewächs als Knolle zusammen mit dem Pflanzengrün aus der Erde gezogen und getrocknet. Nach dem Trocknen werden die Blätter entfernt, da diese keine Verwendung in der Küche finden. Der Knoblauch selbst wird als ganze Knolle, granuliert, geröstet oder eingelegt in Öl angeboten.

Verwendung von Knoblauch

Knoblauch-Garnelen, Spaghetti aglio e olio, Aioli, Tzatziki – die Liste der Knobi-Spezialitäten ist lang. Dabei finden die scharfen Zehen vor allem in den Rezepten der Mittelmeerregion, Indiens, Chinas und Südamerikas Verwendung. Hier wird Knoblauch in Saucen, Salsas und Dips aber auch in Knoblauchsuppen, Marinaden und würzigen Fleischtöpfen verwendet. Für Pizza, Pasta, Carpaccio und Röstbrot empfiehlt sich Knoblauch-Öl, das für eine gleichmäßige aromatische Würze sorgt und mit wenig Aufwand selbst hergestellt werden kann.

Herkunft & Historie von Knoblauch

Knoblauch ist seit mehr als 5.000 Jahren bekannt. Erstmalig erwähnt wird er bei den alten Ägyptern, die den Knoblauch nicht nur ihren verstorbenen Pharaonen als Grabbeigabe mitgaben, sondern auch den Sklaven, die am Bau der Pyramiden beteiligt waren. Seine kraftspendende Wirkung ließ ihn in Indien als beliebtes Heilmittel bekannt werden.

Interessant ist aber vor allem seine Beliebtheit in der Antike, denn der Knoblauch wurde während dieser Epoche von den Griechen und den Römern gleichermaßen hochgeschätzt. So erhielten Athleten vor ihren Wettkämpfen ebenso eine Sonderration der Knollen, wie die Soldaten vor der nächsten Schlacht. Kaiserlichen Ruhm erhielt der Knoblauch durch seinen Ruf als Gegengift – eine in Anbetracht der zahlreichen Attentate durchaus wertvolle Funktion.

Im Mittelalter wurde zwar auch das „Böse“ mit Knoblauch bekämpft, jedoch ging es hier um eher mystische Gegner: Dämonen, Verhexungen, Werwölfe und natürlich Vampire. Letztere versuchte man zu bekämpfen, indem den Toten Knoblauch mit ins Grab gegeben wurde. Heutzutage konzentrieren sich eher Gourmets auf die weißen Knollen.

So kommt das Liliengewächs besonders gut zur Geltung:
  • Für die volle Geschmacksentfaltung sollten Dips, Dressings, Pasten und Saucen etwas ziehen, da sich das Knoblaucharoma erst mit der Zeit verstärkt.
  • Knoblauch sollte nicht zu heiß angebraten werden, denn er verbrennt leicht und schmeckt dann bitter.
  • Das intensive Aroma des Knoblauchs ist in Speisen erwünscht, um Hände davon zu befreien, sollten sie mit Edelstahlseife gewaschen werden.
  • Damit der Knoblauch nicht anfängt zu keimen, sollte er möglichst trocken gelagert werden. Gemeinsam mit Zwiebeln gelingt dies zum Beispiel sehr gut in Tontöpfen.
Unser Tipp: Knoblauch selbst besitzt eine intensive Würzkraft. Milder ist das Knoblauchgrün – und das lässt sich ganz einfach selbst auf der Fensterbank ziehen. Dazu werden Knoblauchzehen in einen Topf mit Blumenerde gesteckt, mit Erde bedeckt und leicht feucht gehalten. Die grünen Knoblauchsprossen schmecken hervorragend auf Quark oder Frischkäse.