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Lorbeerblätter

Lorbeerblätter: Ruhmreiches Blatt mit vollem Geschmack

Lorbeerblätter sind echte Gewürzklassiker, aus denen einst Siegeskränze für römische Feldherren gebunden wurden. Heute verfeinern sie Köstlichkeiten wie exquisite Wild- und Kalbsgerichte mit einer Prise herzhafter Raffinesse. Eine Anleitung zum perfekten Einsatz.

  1. Der Weg zum vollen Lorbeer-Aroma
  2. Lorbeerblätter: Speisen, die perfekt zum Gewürzklassiker passen
  3. Lorbeeröl – einfach selbermachen

Der Weg zum vollen Lorbeer-Aroma

Das Aroma des Lorbeerblattes verändert sich durch Trocknung

Die dunkelgrünen Blätter des bis zu 18 Meter hohen Lorbeerbaums werden nach der Ernte langsam und schonend getrocknet. So bleiben das intensive Bouquet, das an Rosenholz, Blüten, Zimt und Muskat erinnert, sowie der herb-würzige Geschmack am besten erhalten. Die leicht bittere Note, charakteristisch für die frischen Blätter, verflüchtigt sich dabei.

Geschmack entwickelt sich langsam, aber kräftig

Im Gegensatz zu vielen anderen Gewürzen entfaltet sich der typische Geschmack von Lorbeer jedoch nur langsam. Daher sollten Lorbeerblätter stets möglichst lange, idealerweise sogar von Beginn an, mitgegart werden. Selbst im getrockneten Zustand haben Lorbeerblätter aber eine enorme Würzkraft. Daher: Vorsicht bei der Dosierung! Ein bis zwei Blätter reichen für einen kompletten Schmortopf.

Profitipp:

Lorbeerblätter vor dem Garen leicht an den Rändern einreißen, damit sich die ätherischen Öle noch besser entfalten können.

Lorbeerblätter halten problemlos hohen Temperaturen stand

Vor dem Servieren werden die Lorbeerblätter aus dem Gericht entfernt, da diese durch ihre Konsistenz nicht zum Verzehr geeignet sind. Dafür sind die Blätter des Laurus nobilis, übersetzt aus dem Lateinischen bedeutet das „der Edle“, echt hartgesotten in Punkto Hitzebeständigkeit: Sie vertragen, selbst über lange Zeit, völlig problemlos Temperaturen um die 200 Grad – sowohl in der Bratpfanne oder im Backofen. Wichtig dabei: Die Lorbeerblätter sollten nicht gleich zum Anbraten mit in die Pfanne gegeben werden, sondern erst nach dem Auffüllen mit Flüssigkeit.

Lorbeerblätter: Speisen, die perfekt zum Gewürzklassiker passen

Lorbeerblätter können vielseitig eingesetzt werden

Insbesondere deftige Gerichte und rotes Fleisch wie Kalb, Rind und Wild erhalten durch die herb-aromatische Würze der Lorbeerblätter eine einzigartig delikate Note. Aber auch Vegetarier und Veganer dürfen sich an den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des Gewürzklassikers erfreuen. Denn in Suppen, Eintöpfen, Saucen und Brühen sorgen Lorbeerblätter mit ihrem kraftvollen Würzaroma ebenfalls für wahre Gaumenfreuden.

Unser Tipp: Lorbeerblätter einlegen

Kalte Speisen wie eingelegte Gurken können mit dem Gewürz-Allrounder verfeinert werden, sowieso harmoniert Lorbeer wunderbar mit eingelegtem Essiggemüse. Damit sich die ätherischen Öle des Gewürzes perfekt entfalten können, sollten lange Ziehzeiten eingeplant werden

Nicht ohne Grund ist Lorbeer in Frankreich fester Bestandteil des traditionellen „Bouquet Garni“ – einem in der französischen Küche verwendeten und aus Lorbeerblättern, Thymian und Petersilienstängeln bestehenden Kräuterstrauß, der zum Aromatisieren von Bouillons und Suppen sowie Eintöpfen und Schmorgerichten mitgekocht wird. Und was wäre DER Beilagenklassiker, Rotkohl, ohne Lorbeerblätter? Genau: Irgendwie… langweilig.

Lorbeer auch in Sommergerichten, Chutneys und zur Grillsaison hervorragend

Auch sommerlichen Leichtgewichten wird durch Lorbeerblätter das gewisse und besondere Etwas verliehen. Fruchtige Chutneys, nicht nur zur Grillsaison ein leckeres Muss auf jedem perfekt gedeckten Tisch, erleben dank Beigabe von Lorbeerblättern ein vorzügliches Upgrade, das garantiert für „Ohs!“ und „Ahs“ sorgen wird.

Lorbeeröl – einfach selbermachen

Wie wäre es mit einem selbstgemachten Lorbeeröl? Hierfür einfach eingerissene Lorbeerblätter in geschmacksneutrales Pflanzenöl (zum Beispiel Sonnenblumen- oder Rapsöl) geben und einige Zeit ziehen lassen. Das Ergebnis? Nicht nur ein delikater Geschmacksgeber für mediterrane Gerichte, sondern durch den Kontrast – helles Öl, dunkle Blätter – auch ein echter Blickfang im eigenen Ölregal.