Harissa selber machen

Feurig, würzig, farbenfroh: Die Gewürzpaste Harissa bringt uns Nordafrika in die heimische Küche. Vor allem Couscous-Gerichten und Eintöpfen verleiht diese Mischung unvergleichlichen Geschmack. Und Gourmets können die Paste schnell selber herstellen.

  1. Woher kommt Harissa ursprünglich?
  2. In welchen Gerichten wird Harissa verwendet?
  3. Die Gewürzmischung Harissa selber machen

Woher kommt Harissa ursprünglich?

Einmal geschmeckt, nicht mehr vergessen: Charakteristisch für Harissa ist ein besonders intensives Aroma. Die Gewürzpaste stammt ursprünglich aus nordwestafrikanischen Ländern, hat von dort aus aber schnell die arabische Halbinsel erobert. Mittlerweile ist sie auch in Europa bekannt und findet hierzulande bei zahlreichen Gourmets großen Anklang.

Es gibt – wie so oft in der Gewürzwelt – unzählige Harissa-Varianten. Gerade bei alten und entsprechend häufig überlieferten Rezepturen können sich die Zutaten unterscheiden. Und im Fall dieser Gewürzpaste auch der Schärfegrad. Für die geschmackliche Basis von Harissa sorgen aber immer: Chilis, Knoblauch, Kreuzkümmel und etwas Minze. Die Zutaten werden in einem Mörser zerkleinert und dann zu einer Paste verarbeitet.

In welchen Gerichten wird Harissa verwendet?

Eines der bekanntesten Gerichte der nordafrikanischen Küche: Couscous. Und bei der Zubereitung ist Harissa unerlässlich. Doch auch in Eintöpfe lässt sich die Paste wunderbar unterrühren. Außerdem typische Gerichte für die Harissa-Verwendung: Zu Merguez-Würsten, diverse Saucen oder für Dips. Echte Würzliebhaber genießen die Paste sogar solo als Brotaufstrich.

Food-Pairing: Harissa passt ebenfalls wunderbar zu Tajine-Gerichten, Falafel, Hackbällchen, zu gegrilltem Rind, Lamm oder Huhn.

Die Gewürzmischung Harissa selber machen

Harissa lässt sich wunderbar auf Vorrat produzieren. Eine lecker-würzige Variante kann folgendermaßen selbstgemacht werden. Das Beste: In der eigenen Herstellung kann der Schärfegrad durch die Auswahl der Chilisorte individuell bestimmt werden. Benötigte Zutaten sind:

 

1 TL Kreuzkümmelsamen
2 TL Korianderfrüchte
etwa 50 g frische Chilischoten (je nach Geschmack)
2 Knoblauchzehen
1 TL gerebelte getrocknete Minzblätter
Salz
Olivenöl

Kreuzkümmel und Koriander werden in einer Pfanne vorsichtig angeröstet und im Anschluss zum Abkühlen beiseitegestellt. Bei den Chilischoten können nach Belieben Samen und Trennwände entfernt werden: Je mehr entfernt wird, desto milder wird die Mischung. Chilischoten und Knoblauch fein hacken. Nun werden alle Zutaten mit etwas Salz und Olivenöl im Mörser zu einer Paste verarbeitet. Die Mischung anschließend in ein Glas mit Schraubdeckel füllen und mit Öl aufgießen. Harissa eignet sich übrigens hervorragend zur Aufbewahrung, die Paste hält sich im Kühlschrank bis zu zwei Wochen.

Dr. Manuela Mahn

Das vorgestellte Rezept entwickelte die Gewürzexpertin Frau Dr. Manuela Mahn für ihr Buch „Gewürze. Das Standardwerk.“. Die Wirtschaftshistorikerin entdeckte im Zuge der Doktorarbeit ihr Interesse für Gewürzpflanzen. Dieser Leidenschaft geht sie mittlerweile seit Jahrzehnten nach: Sie forscht im Bereich Gewürze, lehrt an der DHBW Heilbronn, bildet Gewürz-Sommeliers aus, schult Profis, berät Industrie und Medien und gibt Workshops für Gourmets.